
Treffpunkt Bhf-Halle Landshut 11:15 Uhr zur gemeinsamen Fahrt mit Bayernticket um 11:30 Uhr nach München
https://sicherheitskonferenz.de/Siko2026/Aufruf-SiKo-Proteste-2026.pdf
Bund der Antifaschistinnen und AntifaschistenNeuer Zugang zur VVN-BdA Landshut Website
23. Januar 2026

Treffpunkt Bhf-Halle Landshut 11:15 Uhr zur gemeinsamen Fahrt mit Bayernticket um 11:30 Uhr nach München
https://sicherheitskonferenz.de/Siko2026/Aufruf-SiKo-Proteste-2026.pdf
28. September 2025
Nie wieder kriegstüchtig! Stehen wir auf für Frieden!
Wir sagen Nein zu allen Kriegen und lehnen die gefährliche Hochrüstung ab. Die Umsetzung des Fünf-Prozent-Ziels würde bedeuten, dass fast jeder zweite Euro aus dem Bundeshaushalt in Militär und kriegsrelevante Infrastruktur fließt. Die Hochrüstung führt zu massiver Verschuldung, drastischem Sozialabbau und der Militarisierung der Gesellschaft.
Dies geht insbesondere auf Kosten der Kinder und Jugendlichen, der Alten und Kranken sowie der arbeitenden Menschen. Die Hochrüstung blockiert zudem den Kampf gegen die Klimakatastrophe, Umweltkrisen und weltweite Armut.
Die Politik der Konfrontation setzt unsere Sicherheit aufs Spiel, statt sie zu gewährleisten. Waffenexporte und Eskalationspolitik verschärfen Kriege und Krisen und verlängern sie. Nicht die Kriegstüchtigkeit Deutschlands ist unser Ziel, sondern seine Dialogfähigkeit und seine Bereitschaft zur Abrüstung.
Wir fordern von der Bundesregierung:
• Stopp des Hochrüstungskurses. Stattdessen Abrüstung für Soziales, Klima und Entwicklung.
• Keine Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland. Entschlossenen Einsatz für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen.
• Nein zur Wehrpflicht.
• Stopp der Militarisierung der Gesellschaft. Keine Unterordnung von Gesundheitswesen, Bildung und Wissenschaft unter Kriegstüchtigkeit.
• Asyl für Menschen, die sich dem Krieg verweigern und von Krieg bedroht sind.
• Diplomatisches Engagement für ein schnelles Ende der Kriege in Europa und im Nahen und Mittleren Osten.
•Die Bundesregierung darf sich nicht weiter mitschuldig machen an einer von immer mehr Staaten und Organisationen als Völkermord klassifizierten Kriegsführung im Gazastreifen. Sie muss alles tun, damit der Krieg, die Vertreibung der Palästinenserinnen und Palästinenser und der Einsatz von Hunger als Waffe umgehend beendet werden.
• Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag.
Unsere Vision bleibt eine Welt ohne Atomwaffen und Krieg. Wir fordern gemäß der UN-Charta, auf die Anwendung und Androhung von Gewalt in den internationalen Beziehungen zu verzichten. Es braucht die Stärke des Rechts und nicht das Recht des Stärkeren.
Wir lehnen alle Kriege ab. Wir trauern um alle Opfer von Kriegen und Gewalt und verurteilen alle Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Wir wollen:
• Diplomatische Initiativen. Nur Verhandlungen und Abrüstung schaffen Sicherheit.
• Eine neue Entspannungspolitik für Europa, die die Friedens- und Sicherheitsinteressen aller Beteiligten berücksichtigt.
• Politische Konfliktlösungen, Friedenslogik und eine Kultur des Friedens.
Frieden braucht die Verteidigung der Demokratie und das Engagement jedes Einzelnen. Frieden braucht Bewegung. Frieden ist die Grundlage für ein gutes Leben künftiger Generationen.
Deswegen demonstrieren wir am 3. Oktober in Berlin und Stuttgart!
Treffpunkt Bahnhof Landshut um 8:30 Uhr zur Fahrt nach Stuttgart
24. September 2025
Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren
B. Brecht
Werner Bruckmayer geb. 28.3.1948 / gest. 3.9.2025
Lieber Werner, wir danken dir für dein jahrzehntelanges Engagement in der VVN-BdA. Wir behalten dich in ehrenvoller Erinnerung als streitbaren und unermüdlichen Kämpfer gegen Faschismus, Rassismus und Krieg und für eine gerechtere und friedlichere Welt!
Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes – Bund der Antifaschsit*Innen (VVN-BdA) Landshut
10. Juli 2023

Bericht: Auf Einladung der VVN-BdA Landshut fuhren am 8. Juli zwölf AntifaschistInnen nach Prag, um am Folgetag die Gedenkstätte Lidice zu besuchen. Im Einladungs-Flyer heißt es:
„Nach der im Münchner Abkommen von 1938 erzwungenen Abtretung des Sudetenlandes wurde auch die sog. Rest-Tschechei von deutschen Truppen besetzt. Für das „Protektorat Böhmen und Mähren“ wurde der Gestapo-Chef Reinhard Heydrich als stellvertretender „Reichspro-tektor“ eingesetzt. Als Chef des SD befehligte er die berüchtigten SS-Einsatzgruppen, die in den besetzten Gebieten systematisch Massenmorde verübten; Heydrich war Hauptorganisator des Holocaust. Am 27. Mai 1942 wurde Heydrich, der „Henker von Prag“ bei einem Attentat tschechoslowakischer Widerstandskämpfer schwer verletzt und starb acht Tage später. Daraufhin befahl die NS-Führung ein Exempel an der Bevölkerung zu statuieren: Als Vergeltungsmaßnahme wurde am 10. Juni 1942 das Dorf Lidice von der deutschen Schutz-polizei und Wehrmachtseinheiten vollständig zerstört. Alle 173 männlichen Bewohner ab 15 Jahren wurden sofort erschossen, 195 Frauen wurden nach Ravensbrück deportiert, 53 von ihnen wurden ermordet. 13 der 98 Kinder wurden zur „Germanisierung“ ausgesondert, die anderen Kinder wurden in das Vernichtungslager Kulmhof deportiert und dort vergast…“
In der Gedenkstätte empfing uns Katja, eine junge Deutsche, die ein Freiwilligenjahr bei der „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste“ absolviert und deutsche Besuchsgruppen über das Gelände der ursprünglichen Gemeine Lidice führt, von der nur noch ein einziger Stein existiert. Katja hieß unsere VVN-Gruppe sehr herzlich willkommen und informierte uns äußerst kompetent und engagiert über den brutalen Racheakt der deutschen Faschisten. Eindrucksvoll rekonstruiert und dokumentiert die Museum-Broschüre die Verbrechen:
„…In Horaks Bauernhof, in den Keller und den Stall, treiben die Nazis alle Männer, die in Lidice polizeilich angemeldet und in schicksalhafter Nacht zu erreichen waren. Etwa gegen sieben Uhr morgens begannen sie die Männer auf Horaks Garten an die Mauer der Scheune von FrauNovakova ohne ein einziges Wort der Erklärung heraus zu führen. Zuerst je fünf, zuletzt – damit die Barbarei schneller zum Ziel gelangt – je zehn. Die Männer schritten aufrecht und schauten ihre Mörder mit nicht zugedeckten Augen, ungefesselt an. Auf jeden von ihnen schossen drei Angehörige der deutschen Schutzpolizei. Zwei zielten auf die Brust, einer auf den Kopf. Die liegenden Gestalten bekamen dann noch einen Pistolenschuss in den Kopf…Die Perversität der Nazis erreicht ihren Gipfel am Freitag, den 12. Juni im Gymnasium von Kladno, als sie den Müttern ihre Kinder wegnahmen. Die Frauen fahren ab, voll von Schmerz, ohne zu ahnen wohin. Sie gerieten ins Konzentrationslager mit Etikett politischer Häftlinge und sollen nie mehr nach Hause zurückkehren. Ravensbrück, Auschwitz, Lublin – grausame drei Jahre des Lebens im Lager und nachfolgender Todesmarsch. Sechzig Frauen kommen nach Hause nie mehr zurück…Das Schicksal von hundertfünf Kindern: Das Geburtsdorf wird nie mehr ihr Lachen hören, sie werden sich nie mehr in ihre Schulbänke setzen und auch ihren Müttern fällt es nicht ein, dass dies die letzten Blicke sind, traurig, ängstlich, verzweifelt und voller Fragen – was wird geschehen? Warum? Das kleinste Kind war erst sechzehn Tage alt…Obwohl die Nazis über deren Schicksal bereits entschieden haben, ordnen sie den Kindern an, ihren Verwandten ins Protektorat zu schreiben – sie sollen so ein Zeugnis ablegen, dass sie leben, ein grausam falsches Zeugnis. Bereits am folgenden Tag, den 2. Juli, transportieren die Mörder einundachtzig Lidicer Kinder in das Vernichtungslager im polnischen Chelmno ab und unmittelbar darauf ersticken sie sie in einem Gaswagen. Das zweiundachtzigste Kind fand den Tod an demselben Platz und auf dieselbe Art und Weise ungefähr drei Wochen später. Neun Kinder hatten Glück – sie wurden zur so genannten Umerziehung in die deutschen Familien gegeben. Sieben kleinste Kinder, die in der Zeit der Tragödie nicht einmal ein Jahr alt waren, wiesen die Nazis in das deutsche Kinderheim in Prag-Krc ein, wo ein Junge starb.Von sieben Kindern, die nach der Vernichtung von Lidice geboren wurden, blieben am Leben bloß zwei. In das neue Lidice kehrten bloß siebzehn Kinder zurück.“